Eine
mehr als erfolgreiche Saison krönte die Boeler U12 mit dem
Westdeutschen Vizemeistertitel. Doch zunächst der Reihe nach:
ImHalbfinale
wartete auf das Team von Amir Hujic und Gerold Fessen in Köln
Titelverteidiger Paderborn Baskets. Die Gegner erwischten den deutlich
besseren Start und gingen mit 9:1 ein Führung, den Boelern war die
Nervosität deutlich ins Gesicht geschrieben. Das Selbstbewusstsein der
Vorwoche war verflogen, und Paderborns bester Spieler Luis Figge war
nicht zu stoppen. Ein Freiwurf von Joshua Kuhtz in der 4. Minute war
endlich der erste Befreiungsschlag, in der Folgezeit hielt vor allem
Maximilian Schneider mit 10 Punkten in Serie seine Farben im Rennen und
stellte fast im Alleingang den Anschluss her. Doch zur Halbzeit waren
es
immer noch 9 Punkte, mit denen die Boeler im Hintertreffen lagen.
Angefeuert von einer großartigen Boeler Fankulisse kamen unsere
Youngster über den Kampf ins Spiel zurück. Joshua Kuhtz spielte nun
beherzter und Jasmin Schrage überzeugte durch eine tolle Defense, so
dass
vor der letzten Viertelpause erstmals der Ausgleich hergestellt war.
Beim 43:42 lagen die Domstädter zum letzten Mal in Führung, Leon Weiske
machte mit 6 Punkten in Folge endgültig den Sack
zu. Entsprechend
groß war der Boeler Jubel, nach Platz 4 im Vorjahr den Sprung ins
Finale
geschafft zu haben.

Der Endspielgegner hieß nun Final Four Abonnent BBV Köln-Nordwest. Hier hatten die Boeler zunächst das Momentum auf ihrer Seite. Angespornt durch mittlerweile rund 100 mitgereiste BoelerSchlachtenbummler und den anwesenden Bundestrainer Dirk Bauermann mobilisierten die Youngster noch einmal alle Kräfte. Doch das 6:4 sollte die letzte Führung gewesen sein. Zu routiniert präsentierten sich die Kölner, dieim Gegensatz zu den Boelern ihre Kräfte im Halbfinale sparen konnten.Die Mannschaft von Amir Hujic und Gerold Fessen steckte zwar zu keinemZeitpunkt auf, doch auf weniger als 12 Punkte konnten die Boeler denAbstand nicht mehr verringern. Auch wenn es zum ganz großen Wurfnicht gereicht hat, war besonders erfreulich, dass im Finale jeder derSpielerinnen und Spieler positive Akzente setzen konnte. Somit kanndie Mannschaft mehr als stolz auf die Spielzeit zurückblicken, denn dieGoldmedaille wurde nicht verloren, sondern die Silbermedaille gewonnen.Und vor allem die individuelle Entwicklung jedes einzelnen lässt mehr als positiv in die Zukunft blicken.
Die
Ergebnisse im Überblick:
BBK
- Paderborn Baskets 53:49 (15:15 | 9:16 || 18:9 | 13:9)
BBK
- BBV Köln-Nordwest 59:84 (11:25 | 17:19 || 14:12 | 17:28)
score:
Dennis Brauckmann (0/-), Raphael Brauckmann (2/0), Halil Cayir (0/2),
DavidFessen (0/1), Calvin Fleischer (0/-), Levin Gimbel (0/0), Haris
Hujic (8/12), Joshua Kuhtz (14/7),Jasmin Schrage (1/8), Maximilian
Schneider (18/15), Paul Schreiber (-/2), Kevin Stockey (-/2), Leon
Weiske (6/6), Laura Zdravevska (4/4)